Festankündigung an Epiphanie
Die Festankündigung am Hochfest der Erscheinung des Herrn geht auf das 4. Jahrhundert zurück, als das 1. Konzil von Nizäa 325 für das ganze Römische Reich einen einheitlichen Ostertermin bestimmte. Die Berechnung dieses Datums (später auch der davon abhängigen beweglichen Feste) wurde der Kirche von Alexandrien übertragen, die es allen anderen Kirchen, auch dem Bischof von Rom, mitteilte, und zwar im sogenannten Osterfestbrief, der alljährlich an Epiphanie veröffentlicht wurde: Christus ist die neue Sonne, deren österliches Licht bereits am Fest Epiphanie aufscheint. Deshalb wird diese Verkündigung seit alters her im „Exsultet-Ton“ gesungen.
Wann wird diese Festankündigung vorgetragen? Das Zeremoniale für die Bischöfe schreibt zum Hochfest der Erscheinung des Herrn: Wo es Brauch ist, geht im Anschluss an das gesungene Evangelium oder nach dem Schlussgebet vor der Entlassung ein Diakon, ein Kanoniker oder ein Kantor zum Ambo und verkündet von dort aus der Gemeinde die beweglichen Feste des kommenden Jahres (Nr. 240).
Der Text (hier ohne Datumsangaben) lautet:
V: Liebe Schwestern und Brüder,
die Herrlichkeit Christi ist heute erschienen;
immerfort leuchtet sie unter uns auf, bis der Menschensohn wiederkommt.
Nach dem Fest seiner Geburt und seiner Erscheinung
schauen wir aus nach den Drei Österlichen Tagen:
den Feiern seiner Kreuzigung, seiner Ruhe im Grab(e)
und seiner Auferstehung von den Toten.
So kündigen wir euch als Erstes das Fest aller Feste an,
den Ostersonntag, am … dieses Jahres.
Jubelnd feiern wir den Tag, den Gott gemacht,
und rühmen die Auferstehung unseres Erlösers.
Damit auch wir mit ihm auferstehn,
begehen wir vierzig Tage hindurch die Österliche Bußzeit.
Sie beginnt am … dieses Jahres mit der Feier des Aschermittwochs.
Danach schenkt uns der Herr die 50 Tage der Osterzeit:
Am … das Fest seiner Himmelfahrt
und am … das Hohe Pfingstfest,
an dem der Heilige Geist herabkam auf seine Jünger.
Am … feiern wir Fronleichnam, das Hochfest des Leibes und Blutes Christi.
Die Kirche bereitet sich vor auf das Kommen ihres Herrn
und beginnt den Advent am … .
Voll Hoffnung erwartet sie am Ende der Zeiten
die Wiederkunft unseres Retters Jesus Christus.
Ihm gebührt alle Ehre und Herrlichkeit, jetzt und von Ewigkeit zu Ewigkeit.
A: Amen.
In meinem Kantoralen findet sich die Festankündigung mit den Terminen für das Jahr 2014 oder 2016. Beide Jahre liegen in schon in der Vergangenheit. Bis ich herausgefunden hatte, dass das Deutsche Liturgische Institut jedes Jahr eine neue aktuelle Fassung herausgibt, musste ich mit Kopierer, Tipp-Ex jedes Jahr die Termine unter dem Notensystem ändern und umschreiben.
Unter dem folgenden Link findet sich gegen Ende Oktober/Anfang November eines Jahres eine Downloadmöglichkeit für die vertonte Festankündigung mit den korrekten Festtagen für das folgende Kalenderjahr:
https://dli.institute/wp/die-herrlichkeit-christi-ist-heute-erschienen-festankuendigung-epiphanie/
Zusätzlich gibt es dort eine umfassendere Erläuterung zur Festankündigung, die als Eingangsteil dieses Textes bereits als Teil eins zu eins übernommen wurde.
