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5. Sonntag im Jahreskreis – Lesejahr A

Vorgeschriebene Lesungen

1. Lesung: Jes 58,7-10
Antwortpsalm: Ps 112,4-9
2. Lesung: 1 Kor 2,1-5
Ruf vor dem Evangelium: „Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, wird das Licht des Lebens haben.“
Evangelium: Mt 5,13-16

Die Verbindung der Lesungen

Die Texte dieses Sonntags stehen unter dem Thema des Lichtes und des gerechten Handelns. Jesaja zeigt, dass wahres Fasten bedeutet, dem Bedürftigen zu helfen und das Joch der Ungerechtigkeit zu brechen. Der Psalm beschreibt den Gerechten als Licht in der Finsternis. Paulus betont, dass seine Verkündigung nicht auf menschlicher Weisheit, sondern auf der Kraft Gottes beruht. Jesus schließlich sagt seinen Jüngern, dass sie Licht der Welt sind und ihr Licht vor den Menschen leuchten lassen sollen.

Die prophetische Botschaft aus Jesaja ruft zu einem Fasten auf, das sich nicht auf äußere Rituale beschränkt. Gott wünscht Werke der Gerechtigkeit: die Hungrigen zu speisen, die Obdachlosen aufzunehmen, die Nackten zu kleiden. Wer so handelt, dem verheißt Gott Licht und Heil. Der Psalm verweist ebenfalls auf das Licht: Der Gerechte ist ein Licht in der Dunkelheit, weil er gütig, barmherzig und gerecht ist.

Paulus erinnert die Gemeinde daran, dass sein Dienst nicht auf äußere Weisheit gründet. Er ist abhängig von der Kraft Gottes, und diese Kraft zeigt sich besonders im Kreuz Christi. Damit wird deutlich, dass auch die Jünger Jesu nicht ihre eigene Stärke suchen sollen. Ihr Licht kommt von Gott, nicht von ihnen selbst. Im Evangelium fordert Jesus die Jünger auf, ihr Licht nicht zu verstecken. Ihr gutes Handeln soll Gott verherrlichen.

Der Psalm bildet hier das Bindeglied, weil er die Eigenschaften des Gerechten beschreibt: Großzügigkeit, Barmherzigkeit und Vertrauen. Diese Eigenschaften entsprechen dem Fasten aus Jesaja und dem Ruf Jesu. Der Gerechte ist ein Mensch, dessen Leben Licht ausstrahlt. So verbinden sich die Texte zu einem Bild des gelebten Glaubens.

Inhaltliches Verständnis des Antwortpsalms

Psalm 112 ist ein Weisheitspsalm, der den Gerechten beschreibt. Nach bibelkommentare.de zeigt dieser Psalm, dass der Gerechte nicht durch äußere Erfolge definiert ist, sondern durch seine Beziehung zu Gott. Das Licht, das ihm aufgeht, ist ein Bild für Gottes Führung. Der Psalm zählt die Eigenschaften des Gerechten auf: Er ist barmherzig, mitfühlend und großzügig. Diese Eigenschaften spiegeln den Charakter Gottes wider.

Der Psalm stellt einen starken Kontrast zwischen dem Gerechten und dem Gottlosen her. Der Gerechte vertraut auf Gott und fürchtet sich nicht. Der Gottlose dagegen sieht das Glück des Gerechten und wird zornig. Der Psalm zeigt, dass der Weg des Gerechten Bestand hat. Seine Gerechtigkeit bleibt für immer. Dies entspricht der Weisheitslehre, dass ein Leben im Einklang mit Gottes Geboten eine feste Grundlage hat.

Für den Kantor enthält der Psalm einen starken ermutigenden Ton. Er spricht von einem Leben, das in Gottes Licht steht. Der Psalm zeigt, dass Gerechtigkeit nicht nur ein moralischer Wert ist, sondern eine Wirkung Gottes im Leben des Menschen. Der Gerechte wird Licht, weil Gott ihm Licht schenkt. Der Psalm ruft dazu auf, Gott zu vertrauen und barmherzig zu leben.

Hintergründe der Textauswahl

Die Kirche setzt zu diesem Zeitpunkt der liturgischen Zeit den Akzent auf das Licht, das mit Christus in die Welt gekommen ist. Jesaja ruft zur Gerechtigkeit auf, der Psalm beschreibt den Gerechten, Paulus verweist auf die Kraft Gottes, und Jesus fordert die Jünger auf, Licht der Welt zu sein. Diese Auswahl verdeutlicht, dass gelebter Glaube sichtbar wird, nicht verborgen bleibt.

Quellenverzeichnis

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